Jugendgruppe des BSV

14.09.2012 - Erfolgreiche Junioren Europameisterschaft in Belgien
Vor zwei Wochen war es soweit, die JEM in Nieuwpoort stand vor der Tür. Es sollte mein letzter Junioren Wettkampf werden, da ich im nächsten Jahr nicht mehr in die Kategorie U21 (Unter 21 Jahre) falle. Daher ging ich eigentlich ganz gelassen in den Wettkampf, das einzige Ziel das ich mir gesetzt habe war das Erreichen des Goldfleet´s (1. Hälfte des Starterfeldes). Dieses Ziel schien nach dem erstem Renntag in weite Ferne gerückt zu sein, wobei man dazu sagen muss, dass der erste Tag an dem Rennen zustande gekommen sind, eigentlich der zweite Wettkampftag war.
In den ersten beiden Versuchen ein Rennen durchzuführen sah es immer ganz gut aus. Zum Zeitpunkt an dem abgebrochen wurde lag ich immer so ca. zwischen Platz 10 und 15. Doch in den ersten zwei Wertungsrennen lief es dann mal so gar nicht nach Plan, zwei schlechte Starts und ein irgendwie komplett unkonzentrierter Rennverlauf spülten mich auf die Plätze 44 und 49.



Das hieß nach dem erstem Tag Platz 90 von 115 und eigentlich ein nicht mehr aufzuholender Abstand zum 55. Platz der zur Qualifikation fürs Goldfleet reichen würde. Am nächsten Tag der zeitgleich der letzte Qualifikationstag fürs Gold- und Silberfleet war startete ich mit einem mulmigen Gefühl im Bauch in das 3. Rennen der Serie, doch es gelang mir mich zu verbessern und einen Guten 24. Platz einzusegeln. In den dann folgenden zwei Wettfahrten lief es dann noch besser! Die Bedingungen lagen mir besser als am Vortag, der Strom kam mit ca. 30m/s von hinten und wir hatten gute 4 bis 5 Windstärten entgegen der Stromrichtung. So gelang es mir einen 10. und einen 14. Platz einzufahren. Zu diesem Zeitpunkt war noch ungewiss ob diese Resultate für den Sprung ins Goldfleet reichen sollten, aber es sollte so sein. Ich machte an diesem Tag einen Sprung um 43 Plätze und erreichte als 47. und 7. Deutscher das Goldfleet, ein großer Erfolg wenn man an den ersten Tag zurück denkt.



Im Goldfleet lief es dann durchwachsen und wie erwartet, bis auf eine Wettfahrt - es war Rennen Nummer 7. In diesem Rennen gelang mir ein guter Start und eine gute Nachstartphase. Die Luvtonne rundete ich als 5. und nach der zweiten Kreuz lag ich sogar auf Position 4. Es war ein Nervenaufreibendes Rennen, denn zuvor war ich noch nie in einer solchen Situation, bei einer Europameisterschaft oder einem anderem Internationalem Wettkampf soweit vorn mit zufahren. Leider unterlief mir ein kleiner Fehler wodurch ich im Ziel nur 7. wurde. Aber trotzdem ein riesen Rennen an das ich mich noch lange erinnern werde. Im Endresultat belegte ich schlussendlich einen guten 44. Platz und wurde damit 5. bester Deutscher und bester MV’ler. Bester MV’ler zu werden war eigentlich eher unwahrscheinlich da ich mit Ole Nietiedt einen sehr sehr starken Partner habe, der unteranderem Deutscher Juniorenmeister und 3. bei der Warnemünder Woche geworden ist. Ihn zu schlagen war ein besonderer Höhepunkt des Wettkampfes =). In den kommenden Wochen werde ich noch an der Landesmeisterschaft MV teilnehmen und versuchen meinen Titel vom Vorjahr zu verteidigen und anschließend bei der Deutschen Meisterschaft noch einmal mein Bestes geben.

W.B. GER 193241


03.04.2012 - Gelungener Saisonstart, Blick nach Vorne!
Vor zwei Wochen fand in Hohen Viecheln (Schweriner Außensee) die erste Regatta der Laser in Mecklenburg-Vorpommern statt. Am Start waren 80 Segler in 3 unterschiedlichen Klassen (Standard, Radial, 4.7). Für mich war es die erste Härteprobe nach meiner Knie OP im Februar. Daher waren meine Erwartungen an diesen Wettkampf nicht so hoch. Ich wollte einfach nur sehen wo ich nach der langen Wettkampfs- und Trainingspause stehe. Dafür lief es erstaunlich gut, ich starte mit einem 2. Platz in die Serie. In den folgenden Rennen pegelten sich meine Platzierungen immer zwischen 4 und 6 ein so das am Ende ein 4. Gesamtrang heraussprang. Das war ein gutes Ergebnis.  Am nächsten Wochenende startet nun endlich die Weltmeisterschaft in Boltenhagen. Schon die Qualifikation für die WM war ein großer Erfolg, denn als Junior mit meinen großen Vorbildern zu segeln ist das größte für mich. Im Olympiajahr sind alle dabei, unter anderem der mehrfache Weltmeister Tom Slingsby oder die deutsche Olympiahoffnung und der für mich im Moment beste Deutsche Laser-Segler Simon Grotelüschen. Ich werde dieses Event einfach genießen und meinen Verein, meine Stadt sowie mein Bundesland würdig vertreten. Danke an alle im voraus, die mir dies alles ermöglichen, meinem Verein Barther Seglerverein e.V., meinem Arbeitgeber CITTI Stralsund und natürlich auch meinen Eltern die mir in meiner Laufbahn immer zur Seite stehen.

Willy Brandt


23.12.2011 - Sponsorensuche Willy Brandt

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26.08.2011 - Vizemeister Titel bei der Landesjugendmeisterschaft in Dranske
Am letzten Wochenende fand die alljährliche Landesjugendmeisterschaft in Dranske auf Rügen statt, bei der auch 4 Segler vom Barther Seglerverein mit am Start waren.
Am Freitag trafen sich alle am Verein um die Boote zu verladen und sich dann so gegen 16:00 Uhr auf den Weg nach Dranske zu machen. Nach einer sehr windigen Fahrt hieß es dann erst mal festen Boden zu finden, um die Boote wieder abzuladen. Es war alles ziemlich matschig dort oben auf Rügen =).
Am Samstag sollte es dann um 11:00 Uhr aufs Wasser gehen, doch die Wettfahrtleitung entschied den Start erst einmal um 2 Stunden zu verschieben, weil wohl etwas zu viel Wind war. Diese Entscheidung war für den Opti-Kurs auch vollkommen ok, aber nicht für den Kurs auf denen die Laser und 420er segelten. Aber naja, gegen solche Entscheidungen kann man nichts machen. Um 12:00 Uhr wurde entschieden, den Start nochmals zu verschieben. Ich bin mit noch 3 anderen Lasern einfach raus aufs Wasser um zu trainieren, denn bessere Bedingungen kann man nicht haben.
Ca. 5-6 Bft Wind und Sonnenschein war optimal. Um 16:00 Uhr war dann der erste Start bei den Lasern, ein sehr guter Lauf. Ich startete mit einem 1. Platz in den Wettkampf. Am Ende des Tages stand ich dann mit den Plätzen 1; 4; 3 und 3 auf gesamt Rang 2. Am Sonntag war dann der schöne Wind weg und wir starteten das erste Rennen bei Windstärke 1. Das war nicht so gut da ich eigentlich etwas zu schwer für den Radial bin und an diesem Wochenende nur noch mal zum Spaß Radial segeln wollte.

Am Ende reichte es doch zu einem guten 2. Gesamtplatz. Ich musste mich nur dem deutschen Vieze-Meister im Radial geschlagen geben. Unsere anderen Segler haben an diesem Wochenende viele neue Erfahrungen gemacht und werden sich auf den nächsten Wettkämpfen sicherlich weiter verbessern. So landete Elain Thum auf Platz 75 und Johann Zimmermann auf Platz 35 von 80 Startern in der Klasse Opti-B. Markus Kohn, der ebenfalls bei den Laser Radial startete, erreichte bei seiner ersten Laser Regatta Platz 21 von 22 Startern. Als n ächstes werde ich kommendes Wochenende an der Landesmeisterschaft von Brandenburg teilnehmen, die am Schwielochsee stattfindet. In der Woche darauf an einem Kooperation-Training in Kiel.

Willy Brandt


19.07.2011 - Junioren Weltmeisterschaft La Rochelle 2011
Nach 1800 km Autofahrt bin ich am Donnerstag in La Rochelle angekommen um an der Junioren Weltmeisterschaft teilzunehmen. Am Freitag stand die erste Trainingseinheit auf dem neuen Revier für mich an, da ich Ostern nicht an dem Europacup in La Rochelle teilgenommen habe. Gestern hatte ich mir vorgenommen möglichst schnell durch die Vermessung zu kommen doch leider hat das nicht ganz so geklappt da die meisten Teilnehmer wohl den gleichen Gedanken hatten. Kurz vor der Mittagspause wurde ich dann noch gerade so vermessen doch leider hatten die französischen Vermesser etwas an meinem Segel zu beanstanden, so dass ich dieses während der Pause noch umkleben musste. Da sich die Vermessung leider etwas in die Länge zog wurde dann nichts mehr aus einer weiteren Trainingseinheit. Heute ist für 16:00 Uhr das „Praktis Race“ angesagt, doch auf Grund von 23 - 28 Knoten Wind habe ich für mich entschieden nicht daran teilzunehmen und Material und Kraft zu sparen.

Liebe Grüße aus La Rochelle, Willy Brandt


23.05.2011 - Erfolgreicher Start in die Segelsaision 2011
Vor 2 Wochen fand auf dem Schweriner See in Hohen Viecheln die 1. Laser Regatta in Mecklenburg Vorpommern statt, welche zugleich die Distriktmeisterschaft Ost war. Am Start waren insgesamt 120 Laser in drei verschiedenen Klassen. In meiner Klasse, den Laser Standards, waren 21 Boote am Start. In diesem Feld war unter anderem der Vorjahres Sieger Lukas Feuerherd oder Klaus Wimmer 6. der Deutschen Rangliste mit dabei. Am Samstag war es dann soweit 12:00 Uhr der erste Start der Saison für mich der erste Regattatag 2011 lief bis auf ein kleines Problem mit einem Master Segler im Radialfeld ganz gut. Ich beendete diesen Wettkampftag als 7. Am Sonntag hieß es dann noch einmal volle Attacke nach vorne, denn bis auf Platz 4 waren es lediglich 5 Punkte Abstand. Nach insgesamt 8 Rennen habe ich mich noch auf Gesamtrang 4 vorgeschoben und das hieß gleichzeitig, dass ich den 3. Platz der Distriktmeisterschaft Ost errungen habe, da der Gesamtzweitplatzierte nicht aus dem Distrikt Ost kam. Der erste Wettkampf in der neuen Saison ist gut gelaufen.
Dann folgte an diesem Wochenende die Landesmeisterschaft in Wismar, die ebenso einen sehr Positiven Ausklang für mich nahm. Bei diesem Wettkampf war das Feld leider nicht so reich besetzt wie in Viecheln, aber die Regatta fand statt. Im nach hinein war es ein sehr anspruchsvoller Wettkampf, da die verschiedensten Wetterbedingungen zu bewältigen waren. So starteten wir am Samstagvormittag den ersten Lauf bei Sonnenschein und ca. 3 Bft, also sehr gute Bedingungen. Es stellte sich schnell heraus, dass ich wohl Favorit für den Landesmeistertitel bin. Ich gewann die ersten beiden Läufe mit einem guten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Leider unterlief mir im 3. Lauf ein taktischer Fehler und ich konnte nur noch 2. werden. Nach diesem Lauf spielte das Wetter auf einmal verrückt, der Wind drehte um 45° und frischte auf einmal auf ca. 20 Knoten auf und zu allem Ärger fing es dann auch noch an zu regnen. Nach dem wir etwa eine halbe Stunde gewartet haben bis der Kurs der neuen Windrichtung angepasst war, segelten wir einen letzten Lauf, in dem es dann auch noch anfing zu Gewittern. Aber der Lauf wurde komplett durchgezogen. So lag ich nach Tag 1 an Position 1 und hatte gute Chancen auf den Sieg. Am Sonntag segelten wir dann nur noch einen Lauf, den ich souverän gewinnen konnte. Danach wurde abgebrochen, da sich das gleiche Wetterspektakel wie am Vortag ankündigte. Dies kam dann auch so, kaum zog ich mein Boot als erster an Land, fing es auf einmal an zu hageln. Es hagelte so gewaltig, dass im Anschluss eine kleine Schneeballschlacht an stand. Am Ende gewann ich die Landesmeisterschaft von Mecklenburg Vorpommern und kann mit dem Saisonstart sehr zufrieden sein. An diesem Freitag habe ich jetzt meine letzte schriftliche Abiturprüfung an. Im Anschluss folgen dann eine Trainingsmaßnahme in Kiel sowie der „Goldene Pfingstbusch“ und die Kieler Woche als nächste große Höhepunkte an. Im Juli findet der Saisonhöhepunkt im französischem La Rochelle statt, die Jugendweltmeisterschaft für die ich auch in diesem Monat meinen Startplatz bekommen habe. Das bedeutet die neue Saison kann jetzt kommen.


09.02.2011 - Trainingslager in Hyeres
Tag 1
Es ist mal wieder soweit, das alljährlich Trainingslager in Hyeres (Süd Frankreich) steht an. Nach 20 Stunden Fahrt sind wir in unserem Trainingsort angekommen. Danach luden wir dann die Boote ab und beendeten den Tag mit einem kleinen Fußballspiel. Das Wetter war einfach super, Sonne, etwas Wind und es war warm.

Tag 2
Der erste Trainingstag, gute Bedingungen, ca. 9 Knoten Wind, Sonne und angenehme Temperaturen. Wir gingen es langsam an machten ein wenig Manöver-Training und glichen dann an. Am Nachmittag machen wir ein paar Rennen mit den Radials und 4.7. Wenn mir nicht am Vormittag der Niederholder auseinander geflogen wäre, wäre es ein Top Start in die neue Saison geworden.

Tag 3
Heute war es sehr flau was ich leider schon beim Frühsport bemerkte, aber trotz dessen gingen wir kurz nach 10 aufs Wasser. Wenig Wind bedeutete das wir erst mal ein wenig Fahrtechnik machten, mit fest gestelltem Ruder, dann glichen wir wieder etwas an und fuhren ein paar Kurse. Aufgrund von zu wenig Wind machten wir eine Exkursion zum Decatlon und zum Casino.

Tag 4
Der 4. Tag ist angebrochen und es waren einfach super Bedingungen, Sonnenschein und 16 Knoten Wind und das obwohl wir ca. ne Stunde warten mussten bis der Wind dann einsetzte. Vormittags verglichen wir unds etwas und dann fuhren wie ein paar Kurse. Nach der Mittagspause waren dann wieder einige Rennen zusammen mit den Radis angesagt. Dann liefen wir nur noch etwas aus und ließen den Tag langsam ausklingen.

Tag 5
Heute war anfangs auch wieder wenig Wind, dann kam er aber so langsam. Nach der Pause (so gegen 12 Uhr) frischte der wind dann aber etwas auf und es war so ein sehr gutes Training. Zum Kompensieren spielten wir dann noch etwas Fußball mit den 470ern und 49ern.


15.10.2011 - Beim Athletikwettkampf in Wismar Barther Segler auf dem Treppchen

Am Samstag dem 15.01.2011 fand die erste große Veranstaltung in Mecklenburg- Vorpommern statt. Es war der alljährliche Wettkampf um den stärksten Segler. In diesem Jahr fand dieser Wettkampf in Wismar statt, wo ca. 150 junge Sportler aus ganz MV in verschiedenen Altersklassen an den Start gingen, darunter auch 4 Sportler aus der Jugendgruppe vom Barther Seglerverein. Um 10:00 Uhr sollte dieses Ereignis eröffnet werden doch es kam aufgrund von ein paar kleinen organisatorischen Problemen zu einer kurzen Verzögerung von einer halben Stunde ehe es dann los ging. Der stärkste Segler MV wurde durch die Disziplinen Liegestütz, Rumpfheben, Linienlauf, Klimmzug, Kastenbumerang Lauf und Medizinballstoßen ermittelt. Für mich war es dieses Jahr die letzte Teilnahme. Mein Ziel war vor dem Wettkampf eigentlich nicht klar, da ich aus den letzten Jahren wusste, dass die Leistungsdichte sehr groß ist. Daher habe ich mir gedacht, ich gebe mein Bestes und schaue was da dabei heraus kommt. So ging es dann zu den ersten Übungen und ich konnte meine Leistungen aus dem Training bestätigen und zum Teil auch verbessern. Ich konnte mich in meiner Gruppe gut behaupten, dass war in dem Moment die Hauptsache für mich. Zur Schiedsrichterleistung in diese Jahr muss ich sagen einfach super, ein kluger Kopf aus Wismar hatte sich in diesem Jahr echt den Kopf zerbrochen wie er die Ausführung der einzelnen Übungen gerechter für alle gestalten kann und das ist Ihm super gelungen, mein Lob. Außer mir waren auch noch Jakob Zechlin sowie Emmi- und Selma Bumblies am Start, die auch jeweils ihre Trainingsleistungen abriefen. So kam Selma am Ende auf einen guten 2. Platz und die anderen beiden landeten jeweils im Mittelfeld ihrer Altersgruppen. Ich belegte am Ende den 3. Platz in meiner Altersgruppe, worüber ich sehr überrascht war, da ich mich nicht so weit vorn eingeschätzt hätte. Aber jetzt nehme ich das als einen guten Start in die neue Saison 2011. Im Anschluss an den Athletikwettkampf fand dann noch die Kaderberufung für 2011 statt. In diesen Kader werden jedes Jahr die besten Segler und Seglerinnen aus Mecklenburg Vorpommern berufen. Ich wurde auch dieses Jahr in den Kader für den Laser-Standard berufen, doch leider bin ich jetzt in ganz MV der einzige Laser-Standard-Segler und dadurch liegen jetzt die Hoffnungen des Verbandes auf meinen Schultern. Ich werde mich bemühen den Ansprüchen gerecht zu werden, doch in diesem Jahr steht das ABI im Vordergrund und daher tritt das Segeln etwas kürzer. Doch man tut was man kann um sein Hobby so gut wie möglich auszuführen.
Bericht von Willy Brandt


06.01.2011 - Saisonende
So langsam neigt sich eine lange und durchaus gute Saison dem Ende hin. Wenn ich so auf die vergangene Saison zurück blicke ist mir viel Gutes gelungen. Da war unter anderem eine Teilnahme an einer Weltmeisterschaft in England oder die Berufung in die erste Deutsche Segelnationalmannschaft  (STG). Leider habe ich aber nicht alle meine Ziele in dieser Saison erreicht aber dafür sind wiederum Dinge passiert, mit denen ich nie im Leben gerechnet hätte. Ich bin ja leider auch nicht ganz ohne Probleme durch die Saison gekommen, ob es körperliche Beschwerden oder einfach das Material war, das den Bedingungen nicht standgehalten hat. Im Großen und Ganzen muss ich aber sagen, dass die Saison eine sehr gute war, denn in meinem ersten Jahr im Laser Standard (bei den Großen) habe ich sehr viel dazu gelernt, was mir in den nächsten Jahren durchaus hilfreich sein könnte. Die wichtigsten Wettkämpfe im letzten Jahr waren mit Sicherheit der goldene Pfingstbusch in Kiel (Idiom), die Junioren Weltmeisterschaft in Hayling Island (England) und die Deutsche Meisterschaft in Hamburg. All diese Wettkämpfe haben gezeigt, dass ich vor allem im athletischen Bereich noch sehr viel Nachholebedarf habe, sie zeigten aber auch das ich bei wenig bis mittel Wind sehr gut mithalten kann. Also heist es in Vorbereitung auf die kommende Saison viel Arbeit im Kraftraum der Halle oder auf der Laufbahn zu investieren. Ich Blicke positiv in die Zukunft und hoffe das ich trotz anstehendem Abitur eine gute Saison haben werde.

Willy Brandt

8. Tag in Hayling - 02.09.2010
Heute ist Ruhetag und wir ließen den Tag ruhig angehen wir frühstückten um 9:00 Uhr dann waren Tim und ich noch zur Strandbar um Postkarten zu kaufen. Am Nachmittag waren wir zur Abwechslung mal Golfen (eine lustige Erfahrung) um mal etwas anderes außer Segeln zu machen. Dann war noch Brunch und dann hieß es heute früh schlafen gehen um morgen noch mal alles zu geben.
Gruß Willy

6. Tag in Hayling - 01.09.2010
2. Wettkampftag und ich sage so viel: Es lief nicht so gut wie am ersten Tag. Ich segelte nicht so gut und hatte leider 2 schlechte Starts und erreichte nur einen 32. und 47 Platz. Damit bin ich nicht zufrieden und durch diese 2 Läufe ärgere ich mich noch mehr über den dummen Frühstart im 1. Rennen. Aber es kann nur besser werden.

7. Tag in Hayling - 31.08.2010
Heute ist Mittwoch und ich wollte noch einmal einen Angriff auf Goldfleet starten. Doch es gelang mir leider nicht so gut bei sehr schwierigen Bedingungen (pendelnde Winde, unterschiedlicher Strom). Das war nicht mein Tag ich konnte die Fehler die ich am Vortag gemacht habe etwas beseitigen aber es schlich sich irgendwie der Fehlerteufel ein. Ich habe leider im 5. Rennen einen schweren Fehler gemacht mit dem ich mir eine Top 30 Platzierung verbaut habe. Im 6. Rennen kamen all die Leute gut an
Tonne 1 heran, die direkt nach links raus gefahren sind. Ich kam aus der Mitte und hatte so keine Chance mehr nach vorne zu kommen. Morgen ist der Ruhetag und danach werde ich mal schauen was noch geht.
Grüße aus England Willy

5. Tag in Haylling - 30.08.2010
Heute sind wir die ersten Wettfahrten der Junioren Weltmeisterschaft gefahren. Ich hatte ein gutes Gefühl vorm ersten Start und ging so locker in die erste Wettfahrt. Nachdem wir einige Startversuche hatten da der Wind ständig etwas pendelte fiel dann der 1. Endgültige Startschuss. Ich hatte einen ganz guten Start am Startschiff. Ich stach von oben in die Linie ein da wir unter Flagge P starteten. Doch das wurde mir dann zum Schluss noch zum Verhängnis. Ich musste leider auch noch 2 mal Kringel da ich einem Griechen die Vorfahrt genommen hatte. So startete ich als letzter fuhr aber auf die richtige Kreuzseite und kam an Tonne 1 ca. an 25. Stelle an. Am Ende fuhr ich noch auf Platz 20 vor und war völlig zufrieden mit diesem Lauf bis ich dann bemerkte das ich als OCS (Frühstart) gewertet wurde, da Flagge P im Laser eine etwas andere Bedeutung hat als sonst. Das wusste ich leider nicht und so war das gute Ergebnis futsch. Im 2. Rennen gelang mir dann wieder ein ganz passabler Start und ich konnte den Lauf als 16. Beenden. Durch den Frühstart lag ich leider nur an 85. Stelle in der Gesamtwertung aber ich versuche in den nächsten Tagen an den 16. Platz vom 2. Lauf anzuschließen.

4. Tag in Hayling - 29.08.2010
Eigentlich wollten wir heute am Practis Race teilnehmen haben dann aber beschlossen das wir dies doch nicht tuhen. Es waren über 25 Knoten Wind angesagt und wir wollt nicht riskieren das einen Tag vor WM Start noch etwas kaputt geht. So waren wir nur noch etwas baden und dann noch zur Eröffnung. Die Eröffnung war sehr kurz gehalten und daher fande ich sie ganz ok.

3. Tag in Hayling - 28.08.2010
Heute habe ich mein Boot vermessen lassen und es lief auch ganz gut bis mein Mast-Top an der Reihe war und es dem Vermesser zu krumm war. Aber nach etwas zurückbiegen mit viel Gewalt ließ er es dann durchkommen. Ja, nach der Vermessung war dann die Anmeldung und noch etwas Bootsarbeit angesagt. Nach dem dann alle Boote fit für den Wettkampf waren schauten wir uns noch Portsmouth an. Morgen werden wir am Practis Race teilnehmen um zu schauen, ob alles ok eingestellt ist. Melde mich dann morgen wieder.
Gruß Willy

2. Tag Hayling Island - 27.08.2010
Heute waren wir zum 2. Mal hier in England segeln bei sehr schwierigen Bedingungen. Wir hatten heute mit dem Strom aus unterschiedlichen Richtungen zu kämpfen, aber durch die Informationen des Trainers konnte ich mich gut darauf einstellen. Wir fuhren heute wieder weinige Rennen zusammen mit den besten deutschen Junioren-Seglern. Bei diesen Rennen konnte ich gut abschneiden. Nach dem Segeln hatten wir noch eine Laufeinheit und danach entspannten wir im Pool in unserem Ferien Park.
So das war es erst mal aus England.
Grüße Willy

Tag 1 in Hayling - 26.08.2010
So jetzt bin ich seit einem Tag in England und es ist typisch Englisches Wetter (Regen). Gestern kamen wir nach ca. 17 Stunden Fahrt mit Auto und Fähre in Hayling Island an. Es ist eine kleine Insel die vollkommen zugebaut ist. Heute waren wir das erste mal Segeln bei guten Bedingungen ca. 15 - 20 Knoten Wind und ausreichend Wellen. Leider wurde ich beim hieinfahren in der Brandung von einer Welle erfasst und bei einem spektakulären Kentermanöver ist mein Mast komplett verbogen und nun nicht mehr zu gebrauchen. Jetzt hoffen wir mal das in den nächsten tagen weniger Wind kommt und vor der WM nicht noch mehr kaputt geht.
Grüße aus England Willy


Willy Brandt nominiert für die Nationalmannschaft im Segeln
Jetzt ist es offiziell, ich bin seit letzter Woche ein Mitglied der Deutschen Segelnationalmannschaft. Durch eine gute Leistung beim Goldenen Pfingstbusch in Kiel habe ich vor einer Woche Bescheid bekommen, dass ich eins der ersten Mitglieder der Segelnationalmannschaft sein werde. Sie wird dieses Jahr zum ersten Mal in Zusammenarbeit des Deutschen Segelverbandes und des Sailing-Teams Germany berufen. Die Kriterien waren folgende: Man musste beim Pfingstbusch (Deutsche Junioren Meisterschaft) in den jeweiligen Altersklassen unter die Top 3 segeln und an einer Welt- oder Europameisterschaft teilnehmen. Dieses gelang mir, wobei ich noch nicht vollkommen mit diesem Wettkampf zufrieden war. Am ersten Tag fuhren wir 2 Stunden nach dem eigentlichen Wettkampfbeginn raus, aufgrund von riesigen Nebelbänken. Selbst als wir starteten waren diese noch nicht verschwunden und daraus resultierend war es auch sehr flau. Nach ca. 1,5 Stunden Treiben wurden wir das letzte Stück dann noch geschleppt und es hieß wieder warten und weiter warten. Schließlich hat die Rennleitung dann nach 1 Stunde abgebrochen und wir durften zurück in den Hafen. Am 2. Tag sah es dann vom Wind her besser aus und wir segelten 4 Rennen. Ich hatte an diesem Tag viel mit dem Revier zu kämpfen, da es mein 1. Wettkampf in Kiel war. Aber ich steigerte mich von Lauf zu Lauf und am 3. Tag fuhr ich sogar einen 11. Platz im starkem Starterfeld, zusammengesetzt aus Dänen, Norwegern und den Besten Deutschlands. Das war ein erstes Achtungszeichen und zeigt, dass ich in den letzten Wochen gut trainiert habe. Als nächstes stehen jetzt die Landesmeisterschaft in Neubrandenburg und ein Trainingslager in Warnemünde auf dem Plan.
Willy Brandt GER 193241


Willy Brandt gewinnt die U-19 Wertungen bei Landesmeisterschaft
In Neubrandenburg fand um den 29./ 30. Mai die Landesmeisterschaft der Laser Klassen statt. Es waren an diesem Wochenende ca. 80 Segler und Seglerinnen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern und Berlin/ Brandenburg am Start, unter ihnen auch Willy Brandt vom Barther Seglerverein. Ich wusste, dass es kein einfacher Wettkampf in Neubrandenburg werden würde, da es bekannt ist, dass meist drehende, flaue und unbeständige Winde herrschen, aber es lief besser als gedacht. Nachdem der 1. Start aufgrund von zu vielen Frühstarts zurückgerufen wurde, lief dann alles mehr oder weniger nach Plan. Ich startete gut, fuhr aber auf die falsche Seite und segelte mich dann nach vorn. So lief das die ersten beiden Rennen, in denen ich jeweils 5. wurde. Im 3. Lauf ging es dann auch auf der Startkreuz gut. Nachdem ich am Start das Schiff berührte, musste ich einen 360° Kringel durchführen. Durch diesen wurde ich aber auf die richtige Kreuzseite geschickt und kam an Tonne 1 als 2. an. Aber leider entsprach dieser Platz nicht dem, den ich im Ziel belegte, da aufgrund von vielen Drehern das ganze Feld durcheinander gewürfelt wurde. So blieb nur ein 6. Platz übrig. Der letzte Lauf am Samstag wurde dann durch einsetzende Flaute abgebrochen. Eine sehr ärgerliche Sache für mich, da ich vor der letzten Kreuz mit großem Abstand auf Platz 1 lag. Aber so ist das Leben. Am Ende wurde ich in der Gesamtwertung 4., in der U-19- Wertung Erster, also ein gutes Wochenende für mich und ich schaue optimistisch in die weitere Saison.

Willy Brandt GER 193241